Rasender Falke - Die Wahrheit Teil 2 von 7
Um der Wahrheit auf den Grund
zu gehen, muss ich den Blick etwas weiten auf die Umstände und
Zusammenhänge. Fangen wir an:
Die erste Frage ist:
Welche an Star Wars beteiligten Personen haben zuvor an welchen anderen Filmen mitgewirkt?
Denn
auch bei neuen Entwürfen fließt auch immer die bisherige Erfahrung ein und
viele Künstler holen sich natürlich Inspirationen bei anderen Werken.
John Dykstra arbeitet mit Douglas Trumbull zusammen an "The Andromeda
Strain" / "Andromeda -Tödlicher Staub aus dem All" und "Silent Runing" /
"Lautlos im Weltraum". Dykstra erstellte schließlich die "Miniature and
Optical Effects Unit"-Einheit, die später unter dem Namen "Industrial Light
and Magic" (ILM) bekannt wurde. Roberts Watts (Halbbruder von Boba Fett/
Jeremy Bulloch) war als Produktionsleiter sowohl bei 2001 als auch bei Star
Wars tätig. Auch wurden vom gleichen Team Requisiten für 2001 und Star Wars
gebaut. John Michell erstellte für 2001: A Space Odyssey mit seiner
deutschen Drehbank der Marke "Feinbau" die Düsen der Discovery und später
die Augen für C-3PO. Die C-3PO-Augen sind rund und wirken stets aufgeregt
und erschrocken. Die senkrecht verlaufenden Stege unterstreichen die
Aufwärtsbewegung der aufgerissenen Augenlider. Quer- oder schrägverlaufende
Stege hätten einen anderen Gesichtsausdruck zur Folge. Die Pupillen sind
klein (im Gegensatz zu den "Augen" von R2-D2 fällt das sehr deutlich auf)
und wirken ebenfalls wie eine erschrockene Mimik. Dazu passen auch die
stets hochgerissenen Arme, die ja durch kleine Streben daran gehindert
werden, locker und entspannt seitlich am Körper herunterzuhängen. Die neun
Streben der Discovery-Düsenabdeckungen wurden auf acht Streben im Auge von
C-3PO reduziert, damit die Pupille, durch die Antony Daniels im Kostüm
blickt, freie Sicht hat und nicht durch eine mittige Strebe das Sichtfeld
blockiert wird.
Wieso für die Mimik winzige Details wie die
Orientierung der Augenlamellen so entscheidend ist, kann in diesem Video gut
nachvollzogen werden:
"For a design departure that radical, you'd think
there had been some sketches or mockups of some sort, right? The roughest,
earliest drawings I've been able to find, are the thumbnails McQuarrie did
for his revised Docking Bay 94 painting in A Gallery of Imagination, and
clearly those were almost fully fledged designs!"
Wo ist also der Zwischenschritt oder auf welchem Vorbild basiert der Falke tatsächlich, wenn es keine Zwischenschritte gegeben hat?
Silent Running
die Ähnlichkeit der Silhouetten der Roboter aus Silent Running und der russischen Venera Venussonde erscheint nicht zufällig.
Silent Running (1972):
Douglas
Trumbull und John Dykstra (Spezialeffekte/ Tricktechnik)
Clockwork Orange
Liz Moore (Korova Milk Bar "Möbel"), John Michell (Plattenspieler-Manufaktur), Dave Prowse (Julian)
Liz
Moore
(Gestaltung
der
Figuren
in der
Korova
Milk
Bar)
John Michells Beitrag: Hersteller des legendären Plattenspielers „Transcriptors Hydraulic Reference“
2001: A Space Odyssey
2001: Odyssee im Weltraum (1968):
Liz
Moore
(Star
Child),
John
Michell
(Discovery
Raumschiff), Colin
Cantwell
(Raumschiffe),
Stuart
Freeborn
(Affenmasken
mit
Mimik), Hans-Kurt
„Harry“
Lange
(Design),
Douglas Trumbull
(Tricktechnik,
Slit
Scan).
drei Bilder des Slit-Scan-Verfahrens, das die Stargate-Sequenz ermöglichte. Unten rechts: die Computer-3D-Drahtgittermodelle wurden als echte Modelle erstellt und gefilmt.
hier wurde von mir das dem Slit Scan Verfahren ähnliche Time Displacement Slit Scan Verfahren angewandt.
das Starchild-Baby, das bewegliche Augen besitzt und Bowman/ Keir Dullea ähnlich sieht. Unten rechts: die Affenmasken, die von Stuart Freeborn erstellt wurden.
weiterhin
beteiligt
waren (identisch
zu Krieg
der
Sterne):
Bill
Weston
(Astronaut,
Stunt
Double
Keir
Dullea),
Bruce
Logan
(Special
Photographic
Effects),
Burnell
Tucker
(TMA-1
Site
Photographer),
Charles
E.
Parker
(Make Up
Supervisor),
Gilber
Taylor
(Additional
Photographer),
Graham
Freeborn
(Make Up
Artist),
Harry
Fielder
(Moonwalker),
John Jay
(Still
Photographer),
Kay
Freeborn
(Assistant
Make Up
Artist),
Les
Bowie
(Special
Effects
Additional
Supervisor),
Peter
Childs
(Draughtsman),
Peter
Hancock
(Props),
Robert
Watts
(Production
Manager).

Krieg der Sterne

Star Wars (1977):







Liz Moore (C-3PO, Stormtrooper, 2001),
John Michell
(Greeblies,
2001),
Colin
Cantwell
(Raumschiffe,
siehe
2001),
Stuart Freeborn (Chewbacca,
2001), Hans Kurt „Harry“ Lange (2001), Dave Prowse (Clockwork
Orange), John
Dykstra (siehe 1972 Silent Running: zusammen mit Douglas Trumbull, der
selbst zuvor bei „2001“ mitgearbeitet hat, Joe Johnston (bisher
keine
anderen
Tätigkeiten). Nicht dabei: Brian
Johnson.
Die Entstehungsgeschichte des Eagle aus Space: 1999


hier die Entstehungsgeschichte des Eagle aus Space: 1999. Es wird klar, welche Beziehung zwischen 2001, Kurt Lange, dem Moonbus, Space 1999 und der Eagle besteht. Brian Johnson im exklusiven Interview 2024 mit "Science Fiction Filme und praktische Effekte": "I designed nothing on 2001 but when Douglas Trumbull and I were modifying Harry Langes excellent MoonBus I did sketch a modified Moonbus using an overhead support structure with a Maserati multitubed space frame as per their Sports Racer Birdcage design [Anmerkung: Maserati Tipo 60/61]. I binned my sketch when I was clearing my desk months later! The Space 1999 was offered and the Eagle craft needed designing I recalled the Moonbus alternative and resurrected the space frame idea and the Eagle was born." Erstaunlicherweise ist auch wieder hier der Einfluss des Apolloraumfahrtprogramms erkennbar, denn die Rahmenkonstruktion erinnert an das Lunar Landing Research Vehicle (LLRV), genannt “flying bedstead” (Fliegendes Bettgestell).

War die Mondbasis Alpha 1 (die selbst eine Kopie der Clavius Moonbase aus "2001: A Space Odyssey" ist) aus "Space: 1999" womöglich die Vorlage für die Form des Rasenden Falken?

John Dykstra
weiterhin beteiligt waren (identisch zu
2001:
Odyssee
im
Weltraum):
Bill
Weston
(Stormtrooper),
Bruce
Logan
(Special
Photographic
Effects),
Burnell
Tucker
(Del
Goren),
Charles
E.
Parker
(Special
Makeup
Effects
Crew:
Cantina
sequence),
Gilber
Taylor
(Director
of
Photography),
Graham
Freeborn
(Special
Make Up
Effects
Crew),
Harry
Fielder
(Death
Star
Trooper),
John Jay
(Still
Photographer),
Kay
Freeborn
(Make Up
Artist),
Les
Bowie
(Visual
Effects),
Peter
Childs
(Draughtsman),
Peter
Hancock
(Props),
Robert
Watts
(Production
Supervisor).
Übersicht der Beteiligten an den Filmen Silent Running, Clockwork Orange, 2001 und Star Wars

Es sind also eine Menge Übereinstimmungen hinter den Kulissen zu erkennen von Star Wars und 2001.
Mittels eines Umwegs über Silent
Running sind weitere Verbindungen auszumachen. Aus dem großen Einfluss, den
2001 auf George Lucas Werk hatte, wurde ja auch nie ein Geheimnis gemacht.
Bevor ich nun auf die offensichtlichen Parallelen zwischen beiden Werken eingehe, komme ich zunächst auf die subtileren Verbindungen:
Liz Moore (2001 Star
Child, Clockwork Orange Korova Milk Bar, Star Wars Stormtrooper-Helm, C-3PO)
arbeitete für Star Wars Seite an Seite mit Brian Muir (Stormtrooperrüstung,
Darth Vader Helm, Cz-1, RA-7 Death Star Droid).
Brian Muir hat 1972 eine
Gedenktafel für die New London Wertpapierbörse gestaltet und diese
Gedenktafel wurde von der Queen enthüllt. Die Queen hat auch 1977 eine
weitere Gedenktafel enthüllt: eine von Arthur Fleischmann umgestaltete
Acrylglas-Plastik, die Kristall-Krone, anlässlich des Silbernen Jubiläums
der Queen. Diese Plastik war zuvor der verworfene Erstentwurf des Monolithen
aus 2001 und zugleich der größte Acrylglasblock der Welt. Die Queen hat aber
auch engen Kontakt zu David Gammon, der den Transcriptors Plattenspieler
entwickelte.
Dieser Plattenspieler wurde dann ja von JA Michell (2001, Discovery,
C-3PO Augen) in der direkten Nähe der Elstree Studios in Lizenz gebaut, was
dazu führte, dass viele Einzelteile von diesem Gerät benutzt wurden, um die
Star Wars Kostüme zu gestalten. Somit schließt sich der Kreis: Es steckte
also die Queen dahinter. Nur Spaß. Es war ja auch Prinzessin Margaret und
nicht die Queen.
Aber einen verrückten Bezug
habe ich noch: C-3PO ist ja bekanntermaßen angelehnt an Fritz Langs
Maschinenmenschen Maria aus Metropolis sowie Peter Lorres Gesichtsausdruck
der Schlüsselszene aus Langs weiterem Meisterwerk „M- Eine Stadt sucht einen
Mörder“.

Die Frau im Mond (1929). Nehmt dies, ihr GenderhasserInnen.
Fritz Lang hat nebenbei den Countdown erfunden für mehr Dramatik in
seinem Space-Film „Die Frau im Mond“ aus dem Jahr 1929.
Arthur C. Clarke hat in diesem Artikel der Wireless World 02/1945 die Vorteile geostationärer Satellitenkommunikation genau beschrieben und berechnet. Grundlage war auch eine Publikation von Hermann Noordung.

Die Voraussagen von Clarke waren erstaunlich treffsicher: Satelliten, Telemedizin, Internet, Suchmaschinen, Spam, Tabletcomputer und digitale Pornografie.

Herman Potočnik aka Hermann Noordung hat in "Das Problem der Befahrung des Weltraums" bereits 1928 mit dem Wohnrad die Space Station V mit künstlicher Gravitation beschrieben und auch den geostationären Orbit mit 35.900 km illustriert.

Brian Muir hat übrigens auch die
Schienbeinschützer für Gewichtheber und Bodybuilder Dave Prowse (Darth
Vader) angefertigt direkt auf Maß, denn es wurde ein Ganzkörpergipsabdruck
erstellt. Die Schützer sind stark unterschiedlich lang, weil eben auch die
Beine von unterschiedlicher Länge sind, was darin begründet ist, dass Prowse als
Kind aufgrund einer falschen Tuberkulosediagnose des Winford Orthopaedic Hospitals solche 'Thomas splint'-Beinschienen tragen musste wie
Forrest Gump und zudem einige Monate ans Bett gefesselt wurde. Ein Bein
entwickelte sich schwächer und blieb zudem kürzer. Dieses Bein war
stets das Bein, das beim Posieren fürs Bodybuilden nach hinten gesetzt und
vom gesunden Bein verdeckt wurde. Das ist der Grund, warum auf der ganzen
Welt nun Darth Vader Imitatoren herumlaufen mit zwei unterschiedlich langen
Schienbeinschützern (und sich immer wieder fragen, wo welcher Schützer
korrekt angebracht wird: Es ist das linke Bein, das kürzer ist.)
(Abschweifungsalarm!) HR. Giger wurde vom Monolithen in 2001 inspiriert, als
er den Spacejockey gestaltete. Und Brian Muir hat die Skulptur aus Ton, von
der dann ein transparenter Kunstharzabguss gegossen wurde,
erschaffen. Der Kopf des Alien (Xenomorph) selbst ist angelehnt an einen alten Dentaltrainingskopf (dental phantom head).
Zum fantastischen Film Alien (1979) habe ich hier noch ein paar seltsame Fakten hektisch zusammengestellt:
Zurück zum Thema: J.A. Michell hat
also an der Discovery gearbeitet und die Augen von C-3PO hergestellt:
Komme Auf Die
Dunkle Seite Der Macht!